Erbrecht

Die Regelung der Erbfolge ist nicht immer einfach. Umso größere Bedeutung kommt daher einer unabhängigen und ausgewogenen Beratung zu. Durch sinnvolle Regelungen in diesem Bereich werden teure Erbstreitigkeiten vermieden und der Familienfrieden gewahrt.

Durch die sachkundige Beratung erreicht ein notarielles Testament in besonderer Weise die Verwirklichung des letzten Willens des Erblassers. Auch erleichtert es die Nachlassabwicklung, weil ein sonst notwendiger Erbschein entbehrlich ist. Im Ergebnis ist das notarielle Testament in der Regel deshalb sicherer, gibt den wirklichen Willen des Erblassers wieder und erspart letztlich sogar Kosten gegenüber einem privatschriftlichen oder gar keinem Testament.

Nach Eintritt eines Erbfalls sind wir auch der richtige Ansprechpartner für die Nachlassabwicklung. Bei uns können Sie Erbscheine und Testamentsvollstreckerzeugnisse beantragen, Erbauseinandersetzungen beurkunden lassen sowie Grundbücher und Handelsregister berichtigen.

Durch eine plötzliche Krankheit oder Unfall kann es passieren, dass Sie nicht mehr in der Lage sind, Ihre persönlichen Dinge zu regeln. Der Ehegatte bzw. Lebensgefährte, die nächsten Verwandten oder Kinder können dann nicht automatisch für die betroffene Person handeln und entscheiden. Ohne eine vorherige Regelung wird in einem solchen Fall durch das einen Betreuer bestellt. Mit Hilfe eines Notars lässt sich hierfür jedoch Vorsorge treffen.

Wir bereiten für Sie auf Ihren konkreten Einzelfall abgestimmte Vollmachten und Anordnungen vor. Die wichtigsten sind hierbei die Vorsorgevollmacht und die Patientenverfügung.

Durch eine Vorsorgevollmacht wird gewährleistet, dass eine Person Ihres Vertrauens als Bevollmächtigter für Sie in vermögensrechtlichen, finanziellen, insbesondere aber auch in persönlichen Bereichen tätig werden kann. Letzteres umfasst beispielsweise die Gesundheitsfürsorge, Heilbehandlungen, Regelungen über den Aufenthaltsort (Einweisung in ein Krankenhaus oder Pflegeheim), Einsicht in die Krankenakten, Besuchsrecht am Krankenbett – auch bei intensivmedizinischer Behandlung.

Durch die Vorsorgevollmacht erhält der Bevollmächtigte, der das Vertrauen des Vollmachtgebers genießt, eine umfassende Entscheidungsbefugnis in allen persönlichen, Angelegenheiten in dem Umfang, wie sie dem Vollmachtgeber bei eigener Entscheidungs- und Handlungsfähigkeit zustünden.

Eine sinnvolle Ergänzung der Vorsorgevollmacht bildet die Patientenverfügung. Diese beinhaltet Ihre Anordnungen in Hinblick auf die in bestimmten Notfällen gewünschte medizinische Behandlung und die damit zusammenhängenden Maßnahmen. In einer Patientenverfügung können insbesondere Wünsche zur Rettung, Behandlung oder Pflege zum Ausdruck gebracht werden, etwa Regelungen zum Umfang von Wiederbelebungsmaßnahmen, der künstlichen Aufrechterhaltung der lebenswichtigen Körperfunktionen, Transplantation von fremden Organen, Benennung einer Vertrauensperson, mit der das behandelnde und pflegende Personal Rücksprache halten muss.

Auch wenn Sie im Moment noch nicht an Notfälle durch Krankheit oder Unfall denken wollen, sollten Sie rechtzeitig Vorsorge treffen, bevor eine solche Situation eintritt und es zu spät ist. Wir beraten Sie gern und entwerfen mit Ihnen auf Ihren Einzelfall abgestimmte Vollmachten und Anordnungen.